Australian Shepherd
Der Australian Shepherd kommt ursprünglich nicht wie sein Name sagt aus Australien sondern aus den Vereinigten Staaten. Dort wurden im 19. Jahrhundert von den europäischen Einwanderern verschiedene europäische Hütehundrassen mit anderen europäischen sowie australischen Hunden gekreuzt.
Der Australian Shepherd – auch liebevoll Aussie genannt – ist von mittlerer Größe, was einem Maß von 46 bis 58 cm entspricht. Sein Fell ist halblang und entsprechend seiner Aufgabe wetterbeständig mit einer dichten Unterwolle. Die einzelnen Haare des Fells sind starr und leicht gewellt. An einigen Stellen wie beispielsweise am Kopf oder den Läufen ist das Haar kurz und glatt. Den Australian Shepherd gibt es in den verschiedenen Färbungen, wobei man nach folgenden Grundfarben unterscheidet: schwarz, rot, blue-merle – also marmoriertes Schwarz mit grauer Grundfarbe – sowie red-merle – marmoriertes Rot bzw. Braun mit hellroter bzw. beiger Grundfarbe. Er ist entweder in einer dieser Grundfarben vorzufinden oder aber in Kombination mit weiß und/oder kupfer. Insgesamt kennt man sechzehn mögliche Farbvarianten. Die mandelförmigen Augen des Australian Shepherds sind in den meisten Fällen blau, braun oder bernsteinfarben. Er hat dreieckige Kippohren. Wie die meisten Hunde seiner Größe wird er zwölf bis dreizehn Jahre alt, je nachdem, wie viel er als Hütehund arbeiten muss.
Der Australian Shepherd besitzt ein sehr williges und gehorsames Wesen, wobei er anhänglich und verspielt ist. Dennoch muss man bedenken, dass er einen starken Arbeits- und Hütetrieb besitzt, was bedeutet, dass er unbedingt Aufgaben bekommen sollte. Australian Shepherds gehören in den Besitz von aktiven sportlichen Menschen, wenn sie nicht zum direkten Hüten eingesetzt werden. Anspruchsvolle Hundesportarten wie Agility sind genau das Richtige für diese Rassehunde.
Während der Australian Shepherd früher ausschließlich als Hütehund diente, werden ihm heute häufig auch andere Aufgaben übertragen. Für die Arbeit als Diensthund, insbesondere als Such- und Rettungshund sowie als Drogenspürhund ist er hervorragend geeignet. In der Regel ist der Australian Shepherd sehr kinderlieb und bei artgerechter Auslastung auch als Familienhund haltbar. Immer mehr kommt diese Rasse „in Mode“, was bedeutet, dass sie leider auch oft nicht artgerecht gehalten wird, mit der Folge, dass selbst ein derartig friedliches Tier aggressiv oder aber auch „depressiv“ werden kann.
Wie viele Rassehunde, so sind auch die Australian Shepherds anfällig für bestimmte Erkrankungen. Selten tritt ein MDR1-Defekt auf, der zu einer Überempfindlichkeit gegenüber einigen Medikamenten führt. Wesentlich häufiger kommen Katarakt, Autoimmunkrankheiten, Gebissfehler, Epilepsie, Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie, Allergien sowie Herz- und Schilddrüsenprobleme vor. Paarungen von Merlefarbenen Australian Shepherds untereinander können zu schweren Schäden wie Blind- oder Taubheit führen. Daher sind derartige Kreuzungen in Deutschland sowie der Schweiz verboten.
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