40.000 Jahre Hundefutter

Seit ca. 40.000 Jahren gibt es belegtermaßen Haushunde. Immerhin knapp so alt wie Jesus Christus ist der erste verbürgte Hundenapf.

Die ältesten Spuren von Haushunden führen nach Europa. Vor ca. 40.000 Jahren starb im heutigen Belgien ein Hund, dessen Knochen später gefunden und deren Alter mit der C14-Methode datiert wurde. Man muss also davon ausgehen, dass es noch ein ganzes Stück länger her ist, dass Hunde begannen, auf dieser Erde zu wandeln. Denn die Vierbeiner, die heute so beliebt beim Menschen sind, sind zugleich dessen Erfindung, bzw. dessen Produkt. Denn der heutige Hund ist das Produkt der Zucht, die seit vielen tausend Jahren betrieben wird.

Der Ursprung liegt übrigens in dem Tier, das in lateinischer Sprache als canis lupus bezeichnet wird. Besser bekannt ist er unter dem Namen Wolf. Es hat sich in den über 40000 Jahren ein inniges Verhältnis zwischen Mensch und Hund entwickeln können, und für viele Menschen ist er demnach auch kein Gebrauchstier, sondern ein treuer Freund, der einem die Einsamkeit nimmt und mit dem man fernsehen und Bier trinken kann. Naja, zumindest fast. Zugleich ist er in vielen Fällen natürlich auch ein Aufpasser, ein Bodyguard. Und der Mensch bezahlt ihn auch dafür.

Wenn es ideal läuft, dann mit Zuneigung. In jedem Falle aber mit Essen, denn wenn kein Hundefutter da ist, wird der Hund jaulig und knurrig. Natürlich sind Hunde in höchst unterschiedlichem Maße selbständig, was die Beschaffung von Nahrung angeht. Manch eine Rasse hat mehr, manch eine weniger vom Wolfe. Doch auch wenn es Länder gibt, in denen Straßenhunde zur Tagesordnung und zum Stadtbild gehören, mögen die meisten Halter von Haushunden ihre Tiere und betrachten sie als liebenswerte Geschöpfe, so giftig der tierische Freund den Mitmenschen auch manchmal erscheinen mag.

In Mayen liegt der Hund begraben: Ein archäologisches Zeugnis der Liebe zum Hunde

Es verwundert nach diesen Ausführungen also überhaupt gar nicht, dass es auch Jahrtausende alte Belege für die Zuneigung des Menschen zum Hund gibt. Diesbezügliche erste Spuren führen dieses Mal nach Deutschland. Um genau zu sein: in das rheinländische Mayen. Der Heiland der christlichen Religion war noch keine hundert Jahre tot, als ein Vierbeiner das Zeitliche segnete, der sich offenbar besonders gut mit seinem Herrchen oder Frauchen verstanden hat: der Hund, dessen Name heute nicht mehr bekannt ist, hat ein eigenes Grab erhalten. Und zwar auf einem Menschenfriedhof. Und als wäre dies noch nicht genug: mit Grabbeigaben. Man fand bei seinen Knochen nämlich einen Napf für Hundefutter – mit originalen Bissspuren. Was das Tier, für das man heute vermutlich die gute Tiernahrung bei ZooRoyal gekauft hätte, zu fressen bekommen hat, weiß man zwar nicht, aber er ward bestimmt mit Liebe versorgt.

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